Verfahren
Fasen und Kantenrunden
Kantenradius für eine gleichmäßige Feldverteilung und für die Haftung der Isolierung — keine Kosmetik.
Das Runden einer Schienenkante erfüllt drei Aufgaben, keine davon dekorativ. Elektrisch bündelt eine scharfe Ecke das Feld; eine gerundete Kante verteilt es bei gleicher Kriechstrecke gleichmäßiger, was die Teilentladungseinsetzspannung anhebt. Mechanisch kann sich eine Isolierung — Schrumpfschlauch, Epoxidverguss, Polyimidfolie, Umspritzung — nicht an eine scharfe Ecke anlegen und lässt genau an der Stelle der höchsten Feldbelastung Lufteinschlüsse zurück, die zum Ausgangspunkt des Durchschlags werden. Und praktisch schneidet eine gerundete Kante bei der Montage weder Handschuhe noch Hände. Übliche Radien liegen je nach Schienenabmessung, Spannungsebene und Umgebung etwa zwischen R2 und R10. Eine Richtigstellung ist angebracht: IEC 61439 nennt das Fasen nicht als Anforderung. Der Kantenradius ist ein konstruktives Mittel, die Festlegungen zu Luft- und Kriechstrecken und zur Spannungsfestigkeit einzuhalten; ein erheblicher Teil des Anbietermaterials stellt das falsch dar.
Maschinen
Technischer Hintergrund
Werkstoffe und Oberflächen
Anfasen und Kantenradius an Stromschienen
Warum Schienenkanten mit R2 bis R10 gerundet werden, was die Feldhomogenität nach IEC 60664-1 verlangt und warum IEC 61439 das Anfasen nicht vorschreibt.
10 Min. Lesezeit
Werkstoffe und Oberflächen
Stromschienen für Ladeinfrastruktur fertigen
Dünne Querschnitte, hohe Variantenvielfalt: warum Kantenradius und Gratkontrolle die Lebensdauer der Isolierung entscheiden und was das Rüsten verlangt.
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Genannte Normen
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